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Ärztenetze sollen gestärkt werden Drucken E-Mail

Ärzte- und Kassenvertreter haben sich auf dem 5. Kongress der Gesundheitsnetzwerker in Berlin dafür ausgesprochen, Ärztenetze zu stärken und die Zusammenarbeit zu intensivieren. „Das medizinische Wissen ist heute sehr komplex und kann nur über Netzwerke bewältigt werden“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Barmer GEK, Birgit Fischer. Dabei dürfe man nicht nur mit einer Facharztgruppe sprechen, sondern müsse den Versorgungsbedarf aus dem Blickwinkel der Patienten sehen.

„Die Ärztenetze von heute sind unternehmerisch aufgebaut und werden zunehmend professioneller“, erklärte der Vorsitzende des NAV-Virchowbundes, Klaus Bittmann. „Ärztenetze müssen mit den Krankenkassen als Partner vernünftige Konzepte entwickeln. Wenn man das in den Regionen zusammen macht, steht leider manchmal noch das Kollektivsystem im Weg.“ Zentralismus werde der Sache aber nicht gerecht; darauf müsse man auch bei den Körperschaften achten. Wenn man etwas verändern wolle, könne man dies nicht auf den alten Wegen tun, sagte Fischer. „Wir müssen nun auch Geld für die neuen Pfade einsetzen.“„Ärztenetze dürfen sich der Qualitätsdokumentation nicht erwehren“, forderte Bittmann. „Aber das tun sie heute auch nicht mehr.“

Auch Straub erklärte: „Die Krankenkassen haben einen berechtigten Anspruch darauf, dass die Leistungserbringer belegen, dass Ärztenetze die Versorgung tatsächlich verbessern. Wir brauchen ein System, das allen deutlich macht, was wir erreicht haben mit einer solchen Netzstruktur.“ „Die wichtigste Aufgabe ist jetzt, dass vertrauensvolle Partnerschaften entstehen“, betonte Bittmann. Weiterlesen Ärzteblatt